Das Rehwild

Das Reh gehört zur Familie der Hirsche und gilt in Europa als deren kleinster Vertreter. Es ist den sogenannten Trughirschen zuzuordnen. Interessanterweise ist das Reh damit näher mit dem Elch verwandt, als mit dem Rothirsch, den wir auch aus unseren Wäldern kennen.

 

Rehe werden in Bezug auf ihr Alter und Geschlecht unterschieden. Weibliche Rehe werden als Ricken oder Geiße und männliche Rehe als Bock oder Rehbock bezeichnet. Die Jungtiere nennt man Kitze. Rehe aus deutschen Wäldern wiegen je nach Alter und Geschlecht zwischen 15 und 25 kg. Jedoch variiert das Gewicht als auch die Größe der Rehe in Abhängigkeit von ihrem Ursprung. So sind z.B. mitteleuropäische Ricken mit 22kg um 30% leichter als ihre skandinavischen Artgenossen.

 

Frisches Fleisch von Rehen ist von April bis Januar erhältlich. Denn in der Regel besteht für Rehe zwischen Anfang Februar und Ende März eine Schonzeit, in der sie nicht gejagt werden dürfen. In diese Zeit fällt nämlich nicht nur ein winterbedingt verringertes Nahrungsangebot sondern auch die Geburt der Kitze.

 

Das Rehwild gehört zu den Wiederkäuern und ernährt sich ausschließlich von Pflanzen. Es bevorzugt neben Gräsern, Blättern und Kräutern nährstoff- und energiereiche Nahrung wie Knospen, Wald- und Feldfrüchte. Ihre kulinarischen Vorlieben führen auch dazu, dass Rehe bei Förstern und Waldbesitzern oftmals sogar unbeliebt sind. Indem sie junge Bäumchen “verbeißen”, behindern sie deren Wachstum. Das ist auch einer der Gründe, warum sie aktiv bejagt werden.

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