Das Damwild
Der Damhirsch (Dama dama), jägersprachlich auch Damwild genannt, ist ein mittelgroßer Hirsch. Charakteristisch ist das Schaufelgeweih der männlichen Tiere und das gefleckte Sommerfell.
Zur Lebensweise des Damwildes kann man behaupten, dass es sich um tagaktive und äußerst anpassungsfähige Waldbewohner handelt. In freier Wildbahn bevorzugt es parkähnliche Kulturlandschaften mit entsprechenden Anteilen an Wald, Wiesen und Feldern. Vor allem trockene Standorte entsprechen dem perfekten Lebensraum und so kann man unter optimalen Bedingungen Herdengrößen von bis zu 80 Tieren begegnen.
Damhirsche besetzen häufig feste, über jahrzehnte bestehende Brunftplätze, auf denen sie sich alljährlich zur Paarung einfinden.
Ernährung
Das Damwild gehört zu den Wiederkäuern und somit steht nur vegetarisches auf dem Speiseplan.
Es frisst Gräser, Kräuter, Blätter, Knospen und Baumrinde. Im Herbst gehören auch Pilze und Baumfrüchte wie Bucheckern und Eicheln auf den Speiseplan. Ackerpflanzen wie Rüben, Mais und Hafer werden ebenfalls gerne gefressen.
Fortpflanzung
Die Paarungszeit (Brunft) dieser Paarhufer beginnt Anfang Oktober und kann bis Mitte November andauern. Dabei möchte der Hirsch durch ein laut schallendes, orgelartiges Röhren, die Damkühe auf sich aufmerksam machen und zusätzlich die konkurrierenden Hirsche unterdrücken. Die schwächeren Hirsche müssen anschließend das Feld räumen, da der Platzhirsch keine Nebenbuhler akzeptiert.
Mitte Juni bis Ende Juli verlassen die weiblichen Tiere die Herde um nach einer Tragezeit von rund 230 Tagen einen geeigneten Platz zum Absetzen der jungen Kälbchen zu finden. Eine Damkuh bringt ein 4-5 kg schweres Kalb zur Welt.
Nach ein paar Tagen können die „Nestflüchter“ sich auch schon ihrer Herde anschließen, wo sie noch bis zum 4. Lebensmonat gesäugt werden.
Ihre Geschlechtsreife erlangen die Tiere mit etwa 2 Jahren. Unter geeigneten Lebesbedingungen können sie bis zu 25 Jahre alt werden.